Create Your First Project
Start adding your projects to your portfolio. Click on "Manage Projects" to get started
FBN Forschungsinstitut für Nutztierbiologie
Link
I
Das Forschungsinstitut für Nutztierbiologie (FBN) in Dummerstorf bei Rostock ist eine wissenschaftliche Einrichtung des Landes Mecklenburg-Vorpommern mit rund 300 Beschäftigten. Das Institut erforscht die biologischen Grundlagen einer nachhaltigen, tiergerechten und ressourcenschonenden Nutztierhaltung. Im Mittelpunkt stehen dabei die funktionelle biologische Vielfalt von Nutztieren sowie deren Wechselwirkungen mit Haltung, Umwelt und Ernährung.
Die Forschung ist interdisziplinär ausgerichtet und umfasst aktuell vier zentrale Fokusthemen: Individualisierung der Nutztierhaltung, Nutztierhaltung in agrarischen Kreisläufen, kritische Lebensphasen von Nutztieren sowie die Förderung von Vielfalt in der Nutztierhaltung. Untersucht werden unter anderem Genetik, Fortpflanzung, Stoffwechsel und Ernährung, Wachstum, Verhalten, Tiergesundheit und Tierwohl. Dabei werden moderne Methoden wie Genom- und Metabolomforschung, KI-gestützte Verhaltensanalyse und Smart-Livestock-Technologien eingesetzt.
Eine besondere Bedeutung hat das FBN für die Entwicklung praxisnaher Lösungen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft. Aktuelle Forschungsprojekte befassen sich beispielsweise mit KI-basiertem Tierwohlmonitoring, automatisiertem Weidemanagement und dem Einsatz von Algen als nachhaltigem Futtermittel zur möglichen Reduzierung von Methan- und Stickstoffemissionen. Das FBN arbeitet dabei eng mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Praxispartnern zusammen, darunter die Hochschule Neubrandenburg, die Universität Rostock und das Friedrich-Loeffler-Institut.
Das FBN wird heute als Forschungsinstitut für Nutztierbiologie bezeichnet. Der frühere Status als Leibniz-Institut endete mit Ablauf des Jahres 2020; das Institut befindet sich seitdem in einem Transformationsprozess. Vorstand ist Prof. Dr. Klaus Wimmers.
Das Forschungsinstitut für Nutztierbiologie (FBN) untersucht die effiziente Nutzung von Proteinen in der Nutztierhaltung und entwickelt Ansätze für nachhaltige Fütterungssysteme.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Bewertung neuer Proteinquellen hinsichtlich ihrer Nährstoffzusammensetzung, Verwertung und Eignung für eine ressourcenschonende Tierproduktion.
Ein aktuelles Forschungsprojekt ist „ProFeed – Entwicklung eines proteinreichen Futtermittelzusatzes“ im Rahmen der WIR!-Initiative Plant³. Ziel ist die Entwicklung eines neuartigen proteinreichen Futtermittels aus regionalen landwirtschaftlichen Reststoffen und Paludikulturen.
Dabei werden cellulosehaltige Biomassen (z. B. Stroh und weitere Reststoffe) durch mikrobielle Prozesse zu einer proteinreichen mikrobiellen Biomasse (F-BioM) aufgewertet. Diese Biomasse wird anschließend als Futterkomponente für Larven der Schwarzen Soldatenfliege (Hermetia illucens) untersucht.


