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BÖZ FORSCHUNGSPROJEKTE

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New Africa/shutterstock.com

Bioökonomische Forschung und Entwicklung F&E nutzt Erkenntnisse aus der Biotechnologie, Agrarwissenschaft, Chemie, Pharmazie und anderen verwandten Bereichen, um biogene Ressourcen effizienter zu nutzen, Umweltauswirkungen zu minimieren und gleichzeitig wirtschaftliche Wertschöpfung zu generieren. Die BioResQ als F&E Koordinator und Bioökonomie-Netzwerkverbund kooperiert in ihren laufenden Projekten mit der FPS Anklam im Bioökonomiezentrum Anklam und zahlreichen regionalen Forschungs- und Industriepartnern. F&E Themenbereiche erstecken sich über die fermentative Nutzung des Apfeltrester aus Mostereien zur Herstellung von Mykoprotein als Soja-Ersatz, die Entwicklung von Arzneimitteln aus Sonnentau der regionalen Paludi- und Hydroponikkultur, die Funktion von Hanf als Zwischenfrucht zur Reduktion der Nitrat- und Treibhausgasemissionen in der Landwirtschaft, sowie der Herstellung von Biokohle und Bioalkohol in pharmazeutischer Qualität, Nutzung von Algen in der Dermatologie und anderen.

Die bioökonomischen Wertschöpfungsketten für die Gesundheit umfassen die Ressourcenbereiche HERBA Heilkräuter & Gesundheitspflanzen, TERRA Tonerde-Mineralien & Thermalsole, MARIS Heilkreide & Thalasso-Ressourcen, CANNA Hanf (Nutzhanf), BLUETECH Marine Biotechnologie, LUPO DROSERA Instant Lupine Metabolik und . Klicken Sie auf die untenstehenden Buttons, um mehr über die einzelnen Wertschöpfungsketten zu erfahren.

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Wir planen ab 2025 bereits neue konkrete BioÖkonomie Forschungs- und Entwicklungsprojekte gemeinsam mit regionalen, nationalen und internationalen Netzwerkpartnern. Dabei steht besonders das Thema HELIX -Bioökonomie für die Gesundheit im Fokus. Weitere Projekte werden sich mit der Wertschöpfung entlang der Hanfpflanze, der Untersuchung von CO2 Bindungskapazitäten von regionalen Kulturen, innovativer Sensorik bei der Lebensmittelentwicklung und Digital Health für biogene Health Produkte beschäftigen.

Sonnentau Drosera

Sonnentau wird seit Jahrhunderten als Heilpflanze zur Behandlung von Atemwegserkrankungen eingesetzt, und äußerlich für die medizinische Hautpflege angewandt. An der Universität Greifswald beschäftigen sich aktuell zwei Projekte mit der vielversprechenden Arznei- und Gesundheitspflanze Sonnentau (Drosera rotundifolia). Das Projekt SoMoMed - Sonnentau und Moltebeere als Medizinalpflanzen in Paludikultur zielt auf die Erforschung einer nachhaltigen Produktion von Sonnentau und Moltebeere (Rubus chamaemorus) auf Torfmoosen in Paludikultur ab. Der Rohstoff-Bedarf an Sonnentau und Moltebeere wird in Europa hauptsächlich aus Wildsammlungen gedeckt, die jedoch als Rohstoffquelle nicht nachhaltig sind und langfristig die natürlichen Bestände gefährden.

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Holger Hennern/shutterstock.com

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Solali/shutterstock.com

Nachdem der Anbau von Sonnentau in einem Phytotron (präzise Simulationsmöglichkeit von saisonalen und diurnalen Temperatur-, Licht und Feuchtigkeitsrhythmen im Container) standardisiert geprüft wurde, untersucht eine weitere Arbeitsgruppe jetzt in dem Container die hydroponische Anzucht von Sonnentau. BioResQ plant unter anderem, mit diesen Arbeitsgruppen der Universität Greifswald weiter zur Medizinalpflanze  Sonnentau zu forschen, unter anderem bei der Anwendung von Drosera bei Candidosen. Darüber hinaus wird Sonnentau als Kosmetikbestandteil im Rahmen des HELIX Projektes baldmöglichst marktgängig gemacht.

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jantsarik/shutterstock.com

Das Bündnis Plant³ entwickelt innovative Strategien zur hochwertigen Veredelung von pflanzlichen Rohstoffen in den drei Rohstoffquellen LAND, MOOR und MEER. Plant³ verfolgt die Vision, das nordöstliche Mecklenburg-Vorpommern zu einer einzigartigen Bioökonomie-Region mit Vorbildfunktion für die nachhaltige Transformation ländlicher Räume zu entwickeln. Damit leistet Plant³ einen substanziellen Beitrag zu einem wissens- und innovationsbasierten Strukturwandel. Hinter Plant³ als Bioökonomie-Region steht ein Bündnis mit rund 100 Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft, das von der Universität Greifswald, der Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern mbH (WFG) und dem Wissenschafts- und Technologiepark Nord°Ost° (WITENO) geführt wird. Das Bündnis Plant³ entwickelt innovative Strategien zur hochwertigen Veredelung von pflanzlichen Rohstoffen in den drei Rohstoffquellen LAND, MOOR und MEER. Plant³ verfolgt die Vision, das nordöstliche Mecklenburg-Vorpommern zu einer einzigartigen Bioökonomie-Region mit Vorbildfunktion für die nachhaltige Transformation ländlicher Räume zu entwickeln. Damit leistet Plant³ einen substanziellen Beitrag zu einem wissens- und innovationsbasierten Strukturwandel.

©FPS Anklam GmbH

Biokohle

Zusammen mit dem Fraunhofer Institut UMSICHT hat die am Bioökonomiezentrum Anklam ansässige Grinol GmbH die innovative Pyro-BAF-Technologie (Bio Activated Fuel) Technologie zur Energiegewinnung entwickelt. Pyro-BAF ist ein zweistufiges Verfahren, um aus Biomassen in Kombination mit ölhaltigen Reststoffen einen dem Diesel/Heizöl ähnlichen Kraftstoff zur Verwendung in Blockheizkraftwerken zu erzeugen. Dazu wird unter anderem aus Klärschlamm „grünes“ Heizöl und Biokohle hergestellt.

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©Grinol GmbH

Grinal GmbH

©FPS Anklam GmbH

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maxbelchenko/shutterstock.com

Durch die Pyrolyse werden die Gärreste ein weiteres Mal energetisch ausgewertet und damit das Restabfallvolumen minimiert. Bei der entstehenden Biokohle ist durch den Entzug von Kohlenwasserstoffen der Düngewert der Reststoffe verdichtet. Sie kann als hochwertiger Dünger – vergleichbar mit „Terra Preta“ – oder Energieträger verwendet werden.  Die Biokohle wurde bereits im Schulungsgarten der BioResQ in Feldversuchen ausgebracht, und soll auch in bei der Anzucht der Hanfpflanzen im Bereich CANNA des HELIX Projektes zum Einsatz kommen.

©FPS Anklam GmbH

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