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Forschungsverbund MV

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Der Forschungsverbund MV e. V. ist eine in Mecklenburg-Vorpommern tätige Einrichtung zur Vernetzung und Unterstützung von Akteuren aus Forschung, Wirtschaft und Gründungsaktivitäten. Im Rahmen von Forschungs- und Verbundprojekten übernimmt der Forschungsverbund unter anderem Aufgaben der Projektkoordination, der wirtschaftlichen Betrachtung, der Markt- und Wettbewerbsanalyse sowie des Wissens- und Technologietransfers.

Ein konkreter Bezug zum Thema Proteine besteht im Verbundprojekt „Anbau und Verarbeitung: Was geht mit Leindotter?“. Das Projekt wurde im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft für landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit (EIP-AGRI) in Mecklenburg-Vorpommern gefördert. Der Forschungsverbund MV fungierte als Verbundkoordinator und bearbeitete insbesondere die betriebswirtschaftlichen Fragestellungen sowie Markt- und Wettbewerbsanalysen.

Im Mittelpunkt des Projekts stand Leindotter (Camelina sativa) als Kulturpflanze im Mischanbau. Untersucht wurden der Anbau, die Trennung des Ernteguts, die Verarbeitung und die Wirtschaftlichkeit der Kultur entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Ein spezifischer Arbeitsschwerpunkt lag auf der Nutzung des Leindotters als Proteinquelle: Aus dem nach der Ölgewinnung verbleibenden Presskuchen sollte das enthaltene Eiweiß erschlossen und hinsichtlich weiterer Nutzungsmöglichkeiten untersucht werden. (forschungsverbund-mv.de 

Der Presskuchen weist einen hohen Proteingehalt auf. Gleichzeitig enthält Leindotter antinutritive Inhaltsstoffe, die insbesondere für eine Verwendung in der menschlichen Ernährung relevant sind. Im Projekt wurden deshalb Verfahren zur Reduzierung bzw. Entfernung dieser Inhaltsstoffe untersucht. Die ATFO GmbH entwickelte hierzu einen laborgestützten Entgiftungsprozess; die TAB GmbH war mit der technischen Skalierung und der Entwicklung eines Prototyps für einen Anlagenreaktor befasst.

Das Zentonline.de) rum für Ernährung und Lebensmitteltechnologie (ZELT) gGmbH war als Forschungspartner beteiligt. Das ZELT übernahm die Analyse des Entgiftungsprozesses und war zugleich in den Wissenstransfer zu kleinen und mittleren Unternehmen sowie zu wissenschaftlichen Akteuren eingebunden. Damit wurden im Projekt sowohl die technologische Aufarbeitung des Rohstoffs als auch die lebensmittelbezogene Charakterisierung der behandelten Fraktionen untersucht.

Die Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern (LFA) war ebenfalls Bestandteil der operationellen Gruppe und übernahm die Bewertung der Anbauversuche mit Blick auf die Übertragbarkeit in die landwirtschaftliche Praxis. Weitere Partner waren landwirtschaftliche Betriebe sowie Unternehmen aus den Bereichen Anlagenbau und Verarbeitung.

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