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INNOVATION PROJEKTE

Im HELIX-Netzwerk entwickeln Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft innovative Lösungen für Gesundheit, Ernährung und Nachhaltigkeit. Zu den laufenden Projekten gehören Flaxinuum, das neue pflanzliche Lebensmittel und Proteinquellen aus Leindottersamenpresskuchen erschließt, die KI-gestützte Netzwerkpharmakologie für die Chinesische Medizin, die traditionelle Arzneirezepturen mithilfe moderner Bioinformatik optimiert, Smart Cannabis, das moderne Cannabisanalytik und digitale Anwendungen für Cannabis- und CBD-Produkte entwickelt und die weitere Kooperation mit W!Traum und PLANT3 über den Bündnispartner Micromun. Bereits erfolgreich abgeschlossen wurden Projekte zur nachhaltigen Nutzung von Apfeltrester als vegane Proteinquelle (Apple), zur Erforschung medizinischer und kosmetischer Anwendungen des Sonnentaus (Drosera rotundifolia) sowie das Projekt ZwiHanf, das den Beitrag von Hanf zur Reduzierung von Umwelt- und Treibhausgasemissionen beim Anbau und als Futtermittel untersuchte.

AKTUELL

Flaxinuum - Leindotter

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Im deutsch-polnischen Interreg-Projekt Flaxinuum entwickelt das HELIX Mitglied Universität Greifswald - Pharmazie und die Pommersche Medizinische Universität Stettin gemeinsam mit Industriepartnern wie dem HELIX Gründungsmitglied Micromun innovative, pflanzenbasierte Lebensmittel aus Leindottersamenpresskuchen, einem bislang kaum genutzten Nebenprodukt der Leinölgewinnung. Ziel ist es, wertvolle Inhaltsstoffe für funktionelle Lebensmittel mit gesundheitsfördernden Eigenschaften nutzbar zu machen und damit nachhaltige Proteinquellen für eine moderne Ernährung zu erschließen. 

KI Netzwerkpharmakologie für chinesische Medizin

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Im Bereich der Netzwerkpharmakologie für die TCM-Rezepturoptimierung entwickelt das HELIX-Gründungsmitglied FORTIS Pharma gemeinsam mit akademischen Partnern und Industriepartnern innovative Ansätze zur systematischen Analyse und Verbesserung traditioneller pflanzlicher chinesischer Arzneimittelformeln. Ziel ist es, die komplexen Wirkmechanismen von TCM-Rezepturen mithilfe moderner bioinformatischer Methoden, Datenbanken und molekularer Netzwerkanalysen besser zu verstehen und gezielt zu optimieren. Dabei werden die Wechselwirkungen zwischen bioaktiven Naturstoffen, biologischen Targets und Krankheitsnetzwerken modelliert, um synergistische Effekte innerhalb traditioneller Rezepturen sichtbar zu machen und zu verbessern. 

Smart Cannabis

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Die HELIX Mitglieder MICROMUN, eumca, Universität Greifswald Pharmazeutische Biologie und FORTIS Pharma arbeiten an Entwicklungsprojekten auf dem Gebiet der Cannabis- und CBD-Innovationen. Dazu gehört ein Entwicklungsprojekt im Bereich Cannabisanalytik mit dem Ziel des Aufbaus moderner Analysenverfahren für Cannabisblüten. Die Analytik soll künftig die Qualität und Sicherheit von Cannabisprodukten unter GLP-Bedingungen zuverlässig gewährleisten. Ergänzend entwickelt Fortis Pharma digitale Module für CBD-Produkte, die den Gebrauch begleiten und an chronobiologische Rhythmen anpassen. Durch die Verbindung von moderner Analytik und digitalen Anwendungen entstehen neue Ansätze für eine sichere und individuelle Nutzung von Cannabis- und CBD-Produkten.

Plant3

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Plant³ ist ein Bioökonomie-Bündnis im Nordosten Deutschlands mit über 70 Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Ziel ist es, mit nachhaltigen bioökonomischen Produkten, Prozessen und Dienstleistungen einen wissens- und innovationsbasierten regionalen Strukturwandel zu initiieren. Die Vision von Plant³ ist eine Bioökonomie-Region mit Vorbildfunktion für die nachhaltige Transformation ländlicher Räume. Die Umsetzung unserer Vision basiert auf Strategien zur hochwertigen Veredelung von pflanzlichen Rohstoffen in den drei Handlungsfeldern LAND, MOOR und MEER. HELIX engagiert sich als Clusterorganisation mit seiner Geschäftsführerin als Bündnispartner im Plant³-Bündnis und kooperiert bei Workshops.

W!Traum

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T!Raum ist ein partizipatives Innovationsökosystem für gesunde Menschen, Tiere und Umwelt. Die Initiative T!Raum One Health möchte einen Paradigmenwechsel einleiten und die ganze Region Vorpommern zu einer One-Health-Region weiterentwickeln. Bislang werden Natur, Tier- und menschliche Gesundheit strikt getrennt und gerade in der Wissenschaft überwiegend losgelöst voneinander behandelt. T!Raum OH möchte das ändern und die bisher getrennten Dimensionen zusammenführen. Hierfür kommt ein breites Bündnis aus Universität, Universitätsmedizin, Friedrich-Loeffler-Institut und zahlreichen weiteren Akteuren aus Forschung, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft zusammen. Das Bündnis, dessen Koordinator Prof. Steffen Fleßa ist, erhält dafür bis zu 18 Millionen Euro über einen Zeitraum von 9 Jahren (2023-2032) vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). HELIX organisierte zusammen mit Prof. Fleßa den Workshop "HELIX- Bioökonomie für die Gesundheit und OneHealth" auf der Jubiläumsbranchenkonferenz Gesundheitswirtschaft, trug durch seine Initiatorin ein Kapitel zu "Bioökonomie und Regionalentwicklung" bei.

Sonnentau - Arzneimittel aus regionalem Anbau

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Sonnentau wird seit Jahrhunderten als Heilpflanze zur Behandlung von Atemwegserkrankungen eingesetzt, und äußerlich für die medizinische Hautpflege angewandt. BioResQ plan, mit diesen Arbeitsgruppen der Universität Greifswald weiter zur Medizinalpflanze  Sonnentau zu forschen, unter anderem bei der Anwendung von Drosera bei Candidosen. Darüber hinaus wird geprüft, Sonnentau als Kosmetikbestandteil im Rahmen der HELIX MOBILISATION marktgängig zu machen. Verschiedene vielversprechende Projekte wurden an der Universität Greifswald, mit Teilnahme der HELIX Partner AG Biologische Pharmazie, Micromun und BioResQ zu Sonnentau durchgeführt - zur Untersuchung des regionalen Anbaus in Paludi- und Aquakultur, zur pharmazeutischen Charakterisierung und in vitro Wirksamkeit bei Candidosen.

PALUDIKULTUR 

An der Universität Greifswald beschäftigten sich zwei Projekte mit der vielversprechenden Arznei- und Gesundheitspflanze Sonnentau (Drosera rotundifolia). Das Projekt SoMoMed - Sonnentau und Moltebeere als Medizinalpflanzen in Paludikultur zielte auf die Erforschung einer nachhaltigen Produktion von Sonnentau und Moltebeere (Rubus chamaemorus) auf Torfmoosen in Paludikultur ab. Der Rohstoff-Bedarf an Sonnentau und Moltebeere wird in Europa hauptsächlich aus Wildsammlungen gedeckt, die jedoch als Rohstoffquelle nicht nachhaltig sind und langfristig die natürlichen Bestände gefährden.

 

Die Paludikultur stellt hierfür eine nachhaltige Form der Landnutzung auf wiedervernässten Moorflächen dar. Dabei werden moortypische Pflanzen unter dauerhaft nassen Bedingungen kultiviert, sodass die Moorböden nicht entwässert werden müssen. Durch die Wiedervernässung wird die Zersetzung des Torfes deutlich reduziert, wodurch große Mengen an Kohlendioxid (CO₂), die bei trockengelegten Mooren freigesetzt würden, eingespart werden können. Gleichzeitig bleiben die Kohlenstoffspeicherfunktionen der Moore erhalten und werden langfristig gestärkt.

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Neben Sonnentau eröffnen sich durch die Paludikultur weitere Wertschöpfungsketten. Die Moltebeere gilt als hochwertige Gesundheitspflanze mit wachsender Nachfrage. Darüber hinaus bietet die extensive Haltung von Wasserbüffeln auf wiedervernässten Moorstandorten zusätzliche wirtschaftliche Perspektiven. Wasserbüffel sind an nasse Lebensräume angepasst, tragen zur Offenhaltung der Flächen bei und ermöglichen die Vermarktung von Fleisch- und Milchprodukten aus einer moorverträglichen Bewirtschaftung.

 

Greifswald nimmt auf diesem Gebiet eine internationale Vorreiterrolle ein. Mit dem Greifswald Moor Centrum verfügt die Region über eines der weltweit führenden Forschungs- und Kompetenzzentren für Moor- und Klimaschutz. Die dort gebündelte Forschung trägt maßgeblich dazu bei, innovative Paludikulturverfahren zu entwickeln und die nachhaltige Nutzung von Mooren als Beitrag zum Klima-, Arten- und Ressourcenschutz voranzutreiben.

ABGESCHLOSSEN

INDOOR SYSTEME Phytotron & Aquaponic 2022-2023

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In den durch Plant3 /BMBF geförderten Projekten „Klimatisierte mobile Pflanzenforschungs- und Pflanzenproduktionskammer“ (Phytotron) und „Pilotanlage Hydroponic“ wurden Innovative Indoorsysteme u.a. für den Anbau von Sonnentau von der Pharmazeutischen Biologie untersucht. Nachdem der Anbau von Sonnentau in einem Phytotron (präzise Simulationsmöglichkeit von saisonalen und diurnalen Temperatur-, Licht und Feuchtigkeitsrhythmen im Container) standardisiert geprüft wurde, untersuchte eine weitere Arbeitsgruppe in dem Container die hydroponische Anzucht von Sonnentau. 

SONNENTAU AUS MV (SAMV) 2020-2023

Das Projekt „SaMV Sonnentau aus MV – mit synergistischer Wirkung gegen multiresistente Keime“ des HELIX Mitgliedes Universität Greifswald AG Biologische Pharmazie wurde im März 2020 im Plant³-Verbund als BMBF Förderprojekt  zur Erschließung des Potenzials von Sonnentau als Arzneipflanze aus Mooren bewilligt. Im Rahmen des Projektes wurde der ökologische und nachhaltige Sonnentau-Anbau in Mecklenburg-Vorpommern auf renaturierten Moorstandorten weiterentwickelt und optimiert. 

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Die Abgrenzung gegenüber minderwertigen Importwaren (z.B. Drosera madagascariensis) wurde durch die Erarbeitung analytischer Qualitätsstandards gewährleistet. Um genügend hochwertigen Sonnentau (Drosera rotundifolia) in Arzneibuch-Qualität für das Projekt zur Verfügung zu haben, wurde dieser in wiedervernässten Mooren in Mecklenburg-Vorpommern ökologisch und nachhaltig angebaut. Im Rahmen des Projektes ist nachgewiesen worden, dass in Mecklenburg-Vorpommern kultivierter Sonnentau durch seine einzigartige Wirkstoffkombination gegenüber importierten Arzneidrogen qualitativ hoch überlegen ist und sich für die Entwicklung eines Phytotherapeutikums eignet.

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Das Gesamtziel des Vorhabens war die wissenschaftliche Prüfung der Eignung von Sonnentau für ein neuartiges pflanzliches Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen der oberen Atemwege, vorwiegend im Mund/Rachenraum. Dazu wurde im Rahmen von Grundlagenforschung der wissenschaftliche Nachweis der Wirksamkeit und Unbedenklichkeit von Sonnentau erbracht, und es wurde begonnen den bisher noch unbekannten synergistischen molekularen Wirkungsmechanismus aufzuklären.  Dafür  wurden im Rahmen des Vorhabens wurden zunächst die wissenschaftlichen Grundlagen und Qualitätskontrollmechanismen geschaffen sowie ein Funktionsmuster entwickelt. Dabei wurde der Nachweis der Wirksamkeit von Sonnentau-Extrakten aus M-V gegen verschiedene bakterielle Pathogene erbracht und mögliche weitere phytotherapeutische Indikationen abgeleitet.​​

SOMOMED 2024-2025

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Coming soon

SONNENTAU CANDIDOSEN  (SIAMCA) 2024-2025

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Das Gesamtziel des Vorhabens „Sonnentau als innovatives Antimykotikum bei Candidosen – „SiAmCa“ war die Entwicklung von Funktionsmustern für Phytopharmaka auf Basis von Sonnentau zur Behandlung von Soor, Windeldermatitis, Vaginalmykosen sowie perspektivisch von Mischinfektionen mit Candida, Staphylococcus und Pseudomonas bei Mukoviszidose. Darüber hinaus sollten innovative Indoor-Anzucht- und Vermehrungsmethoden für Sonnentau in den Phytotron und Hydroponikanlagen entwickelt werden. Zu diesem Zweck wurde die Expertise der HELIX-Partner „Institut für Pharmazie der Universität Greifswald“ in den Bereichen biologische in-vitro-Wirksamkeitstestungen (PharmBio), Wirkstofffreisetzung und Arzneiformen (PharmTechno) mit den Kompetenzen der BioResQ gGmbH auf dem Gebiet der Herstellung von Funktionsmustern, der Qualitätskontrolle sowie der Zulassung von Arzneimitteln zusammengeführt.

Im ersten Projektjahr wurden zunächst in-vitro-Testverfahren, darunter Infektionsmodelle und Multispezies-Biofilmmodelle mit Candida, Staphylococcus und Pseudomonas, durch die Arbeitsgruppe PharmBio etabliert. Parallel dazu wurden Funktionsmuster entwickelt, wobei durch PharmTechno inhalative Arzneiformen und durch BioResQ flüssige sowie halbfeste Arzneiformen hergestellt wurden. Die entwickelten Funktionsmuster wurden anschließend in den etablierten in-vitro-Assays untersucht.

Auf Grundlage der erzielten Ergebnisse wurde eine Auswahl geeigneter Funktionsmuster getroffen, die im zweiten Projektjahr durch Anpassungen der Galenik optimiert und erneut untersucht wurden. Ergänzend wurden Stabilitätsuntersuchungen der Arzneiformen durch BioResQ durchgeführt, deren Ergebnisse wichtige Hinweise für die weitere Optimierung lieferten.

Während der gesamten Projektlaufzeit wurden zudem ganzjährige Indoor-Kultivierungen von Sonnentau unter LED-Beleuchtung mithilfe der an der Universität Greifswald verfügbaren Infrastruktur, insbesondere des Phytotrons und der Hydroponikanlage, durchgeführt.

ZwiHanf - Zwischenfrucht & Futtermittel

ZwiHanf wurde als wissenschaftliches Projekt des Forschungsinstituts für die Biologie von Nutztieren (FBN) in Dummerstorf 2022-2024 unter dem OneHealth Ansatz durchgeführt und Tiergesundheit in Verbindung Umwelt- und Klimaschutz untersuchte. Dabei steht der Projektname „ZwiHanf“ als Abkürzung für die Zwischenfrucht Hanf. Im Projekt wurden zwei Ansätze geprüft: zum einen, ob Industriehanf, der nahezu keine berauschend wirkende Cannabinoide enthält, bei der Fütterung von Milchkühen eingesetzt werden kann. Zum anderen sollte seine Rolle als umweltverträgliche Zwischenfrucht geprüft werden.

INDUSTRIEHANF ALS FUTTERMITTEL

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Krivosheev Vitaly/shutterstock.com

Die erste Forschungsthese bestand darin, nachzuweisen, daß Industriehanf potenziell Sojaimporte ersetzen und dadurch Treibhausgasemissionen im doppelten Ansatz reduzieren kann: beim Sojaanbau selbst und bei der Verminderung der stoffwechselbedingten Methanemission der Kühe bei der Verfütterung.  Die Ergebnisse der Verfütterungsversuche zeigten jedoch, dass Kühe das Hanffutter nur begrenzt aufnahmen und die Milchleistung zurückging. Als Rinderfutter kommen daher weiterhin bewährte Kulturen wie Mais oder Pflanzen mit hohem Eiweißgehalt zum Einsatz.

INDUSTRIEHANF ALS ZWISCHENFRUCHT

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Nutzhanf wird im Herbst nach der Hauptfrucht bzw. zwischen zwei Hauptfrüchten gepflanzt. Er eignet sich aufgrund seines schnellen Jugendwachstums und seines tiefreichenden Wurzelsystems sehr gut als Zwischenfrucht. Er nimmt im Herbst große Mengen an Stickstoff aus dem Boden auf und bindet diesen in der Pflanzenbiomasse, wodurch das Risiko von Nitratauswaschungen in das Grundwasser reduziert wird. Gleichzeitig schützt der dichte Pflanzenbestand den Boden vor Erosion, verbessert die Bodenstruktur und trägt zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit bei.

HANF ANALYTIK

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Die entnommenen Pflanzen- und Bodenproben wurden in den modernen Laboren der FPS Anklam GmbH -heute Micromun GmbH - analysiert. In den geernteten Hanfblättern bestimmte Micromun auch den Restgehalt an THC sowie Aflatoxin- und Pestizidkontamination und führt mikrobiologische Untersuchungen der Kategorie C durch. In Vorbereitung des Projektes konnte das Forschungsteam auch eine Methode zum Nachweis von THC aus Hanf etablieren. Für die Verwendung von Hanf als Futtermittel gelten strenge Regeln, nach denen ein THC-Gehalt von 0,2 Prozent nicht überschritten werden darf.

SMART AGRICULTURE

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Der Partner Hochschule Neubrandenburg mit seinem Fachbereich Landschaftswissenschaften und Geomatik dokumentierte die Entwicklung und das Wachstum der Hanfpflanzen. Zu diesem Zweck werden verschiedene Geodatenquellen mit Hilfe von Geographischen Informationssysteme gesichtet. Das Biomassewachstum und die Pflanzenentwicklung werden mit klassischen und zerstörungsfreien Methoden ermittelt. Es werden hyperspektrale Messungen an den Pflanzen durchgeführt, um daraus Abschätzungsformeln für wichtige wertgebende Inhaltsstoffe abzuleiten. Darüber hinaus erfasst die HS-NB Niederschlagsdaten auf den Hanfanbauflächen und nimmt Bodenproben, in denen der Partner FPS den Wasser-, Nitrat-, Gesamtstickstoff- und Nährstoffgehalt bestimmt.

BioEtOH- Pharma Bioethanol aus Zuckerrüben

Als Bioethanol (auch Agro-Ethanol oder Bio-Alkohol) bezeichnet man Ethanol, das ausschließlich aus Biomasse oder den biologisch abbaubaren Anteilen von Abfällen hergestellt wurde. Der industrielle Einsatz reicht von Ethanol-Kraftstoffen -als Energieträger in Verbrennungsmotoren und Brennstoffzellen- bis hin zum Einsatz in der pharmazeutischen Industrie. Die nahegelegene Zuckerfabrik Anklam Consunbeet verarbeitet Zuckerrüben nicht nur zu Weißzucker, sondern erschließt auch weitere stofflichen Nebenströme aus der Pflanze wie Bioethanol, Biomethan, Futtermittel usw. Für die Herstellung von Bioethanol in pharmazeutischer Qualität gelten die besonders anspruchsvollen Regularien  der Pharmaindustrie wie Good Manufacturing Practice GMP.

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 C BioResQ

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Die HELIX Gründungsmitglieder BioResQ und Micromun koordinierten in diesem F&E Projekt dieses Vorhaben die Analytik zwischen der Zuckerfabrik Anklam Consun Beet und ihren nach Pharmastandard zertifizierten Prüflaboren im Biotechnikum Greifswald. Ein potentieller regionaler Nutzer des Bioethanols in pharmazeutischer Qualität ist der HELIX Partner Anklam Extrakt. Für die Herstellung seiner vielfältigen ethanolischen Pflanzenextrakte werden größere Mengen dieses Pharmarohstoffes benötigt. Damit wurde ein einmaligen regionaler Bioökonomieansatz etabliert, bei dem sich Hersteller, Prüflabor und Anwender in einem Distanzradius von unter 40 Km befinden. 

Apple - Food Proteine aus Apfeltrester

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Im Rahmen des Plant3 Verbund Forschungsprojektes Apple wird durch biotechnologische Kultivierung von ausgewählten Pilzen (Basidomyceten) das Mosterei-Abfallprodukte Apfeltrester ganzheitlich und ökologisch nachhaltig für die Herstellung einer veganen Proteinquelle zur humanen Ernährung verwertet. Aus dem Apfeltrester entsteht durch Verwendung von biokatalytischen Aufschlüssen ein Wachstumssubstrat für Pilze, die ein essbares und lebensmitteltechnologisch verwertbares Pilzmyzels erzeugen. Für diese hochwertige und vegane Proteinquelle gibt es nach Projektabschluss vielfältige Einsatzmöglichkeiten in der Lebensmittelindustrie. Verbundpartner sind die Food and Pharma Services Anklam (FPS) GmbH jetzt Micromun GmbH unter Koordinierung der BioResQ, die Lassaner Fruchtsäfte Mosterei Nowack GbR und das Zentrum für Ernährung und Lebensmitteltechnologie (ZELT) gGmbH in Neubrandenburg.

Malti Fungi - Food Proteine aus Biertreber

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Das Förderprojekt „MaltFungiProtein“ ist ein RUBIN-Bündnisprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und zielt auf die nachhaltige Nutzung von Biertreber aus der Brauereiindustrie als Rohstoff für die Produktion von proteinreichen Lebensmitteln mithilfe von Basidiomyceten (Speisepilzen). Gleichzeitig wurde ein digitales Tracking- und Tracing-System aufgebaut, um die gesamte Wertschöpfungskette transparent und rückverfolgbar zu gestalten. In einem Screening wurden 144 Basidiomyceten auf Agar-Platten kultiviert, deren einzige Nährstoffquelle die Treber von Weizenbier, Pilsener und Schwarzbier waren. Aus dem Screening in Submerskultur wurde die Kombination von 𝘗𝘭𝘦𝘶𝘳𝘰𝘵𝘶𝘴 𝘰𝘴𝘵𝘳𝘦𝘢𝘵𝘶𝘴 (Austernseitling) und Schwarzbiertreber ausgewählt, da die Fermentation einen hohen Rohproteingehalt lieferte und es sich um einen bekannten Speisepilz handelt. Die HELIX Partner ZELT und FPS Anklam- jetzt Micromun GmbH übernahmen die zentrale Koordination bzw. Analyse- und Qualitätssicherungsleistungen im Projekt.

UltraPulp-Extraktionen aus Rübenpressschnitzeln

coming soon

Eco4Life - LifeScience und CleanTech im südlichen Ostseeraum

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Das Projekt „Eco4Life – South Baltic Network for Environmental and Life Sciences to Boost Cross Border Cooperation“ 2010-2014 hatte zum Ziel, Kompetenzen in den Bereichen Umwelt- und Lebenswissenschaften in den Küstenregionen Mecklenburg-Vorpommerns, der Woiwodschaft Westpommern sowie des Landkreises Klaipėda zu vernetzen und zu bündeln.

Die übergeordnete Idee des Projekts besteht darin, bestehende Unterschiede innerhalb des südlichen Ostseeraums hinsichtlich des Zugangs zu Wissen, Technologien und Entwicklungsmöglichkeiten im Bereich der wissensbasierten Bioökonomie zu verringern.

Ein besonderer Schwerpunkt lagt darauf, zwei weitere Regionen des südlichen Ostseeraums (Klaipėda und Zachodniopomorskie/Westpommern) in die bestehende internationale Zusammenarbeit von Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung der BioCon Valley GmbH als Lead Partner und ScanBalt als Assoziierter Partner einzubinden. Dies wurde durch spezialisierte Unterstützungsstrukturen (Eco4Life-Kontaktstellen) erreicht, wie an der Universität Klaipeda und an der Technischen Universität Gdansk. Das Projekt ermöglicht es den Regionen und ihren Unternehmen, Partnerschaften und Allianzen aufzubauen, die ihnen eine bessere Wettbewerbsfähigkeit im Bereich der wissensbasierten Bioökonomie auf internationaler Ebene eröffnen. Die Zielgruppen von Eco4Life waren bestehende wissensbasierte Unternehmen, potenzielle innovative Start-ups im Bio- und Life-Science-Sektor sowie regionale politische Entscheidungsträger und zentrale Verwaltungsstellen.

Durch die Etablierung verschiedener grenzüberschreitender Arbeitsgruppen, wie beispielsweise der AG Diabetes /Apherese unter Beteiligung von Mecklenburg-Vorpommern, Polen und Litauen (siehe Publikation Ärzteblatt), sowie durch die Erarbeitung einer gemeinsamen Innovationsagenda für die Bereiche Life Sciences und Cleantech (siehe Publikation Innovationsreport) konnten nachhaltige Maßnahmen zur Förderung von Wissenstransfer, Innovation und regionaler Kooperation etabliert werden.

Das Projekt wurde durch das EU-Programm Südliche Ostsee (South Baltic Programme) 201-2014 kofinanziert und durch ein heutiges HELIX Vorstandmitglied als Lead Project Manager begleitet. 

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