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INNOVATION PROJEKTE

Im HELIX-Netzwerk entwickeln Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft innovative Lösungen für Gesundheit, Ernährung und Nachhaltigkeit. Zu den laufenden Projekten gehören Flaxinuum, das neue pflanzliche Lebensmittel und Proteinquellen aus Leindottersamenpresskuchen erschließt, die KI-gestützte Netzwerkpharmakologie für die Chinesische Medizin, die traditionelle Arzneirezepturen mithilfe moderner Bioinformatik optimiert, sowie Smart Cannabis, das moderne Cannabisanalytik und digitale Anwendungen für Cannabis- und CBD-Produkte entwickelt. Bereits erfolgreich abgeschlossen wurden Projekte zur nachhaltigen Nutzung von Apfeltrester als vegane Proteinquelle (Apple), zur Erforschung medizinischer und kosmetischer Anwendungen des Sonnentaus (Drosera rotundifolia) sowie das Projekt ZwiHanf, das den Beitrag von Hanf zur Reduzierung von Umwelt- und Treibhausgasemissionen beim Anbau und als Futtermittel untersuchte.

AKTUELL

Flaxium - Leindotter

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Im deutsch-polnischen Interreg-Projekt Flaxinuum entwickelt das HELIX Mitglied Universität Greifswald - Pharmazie und die Pommersche Medizinische Universität Stettin gemeinsam mit Industriepartnern wie dem HELIX Gründungsmitglied Micromun innovative, pflanzenbasierte Lebensmittel aus Leindottersamenpresskuchen, einem bislang kaum genutzten Nebenprodukt der Leinölgewinnung. Ziel ist es, wertvolle Inhaltsstoffe für funktionelle Lebensmittel mit gesundheitsfördernden Eigenschaften nutzbar zu machen und damit nachhaltige Proteinquellen für eine moderne Ernährung zu erschließen. 

KI Netzwerkpharmakologie für chinesische Medizin

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Im Bereich der Netzwerkpharmakologie für die TCM-Rezepturoptimierung entwickelt das HELIX-Gründungsmitglied FORTIS Pharma gemeinsam mit akademischen Partnern und Industriepartnern innovative Ansätze zur systematischen Analyse und Verbesserung traditioneller pflanzlicher chinesischer Arzneimittelformeln. Ziel ist es, die komplexen Wirkmechanismen von TCM-Rezepturen mithilfe moderner bioinformatischer Methoden, Datenbanken und molekularer Netzwerkanalysen besser zu verstehen und gezielt zu optimieren. Dabei werden die Wechselwirkungen zwischen bioaktiven Naturstoffen, biologischen Targets und Krankheitsnetzwerken modelliert, um synergistische Effekte innerhalb traditioneller Rezepturen sichtbar zu machen und zu verbessern. 

Smart Cannabis

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Die HELIX Mitglieder MICROMUN, EUMC, Universität Greifswald Pharmazeutische Biologie und FORTIS Pharma arbeiten an Entwicklungsprojekten auf dem Gebiet der Cannabis- und CBD-Innovationen. Dazu gehört ein Entwicklungsprojekt im Bereich Cannabisanalytik mit dem Ziel des Aufbaus moderner Analysenverfahren für Cannabisblüten. Die Analytik soll künftig die Qualität und Sicherheit von Cannabisprodukten unter GLP-Bedingungen zuverlässig gewährleisten. Ergänzend entwickelt Fortis Pharma digitale Module für CBD-Produkte, die den Gebrauch begleiten und an chronobiologische Rhythmen anpassen. Durch die Verbindung von moderner Analytik und digitalen Anwendungen entstehen neue Ansätze für eine sichere und individuelle Nutzung von Cannabis- und CBD-Produkten.

ABGESCHLOSSEN

Apple Myco

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Im Rahmen des Plant3 Verbund Forschungsprojektes Apple wird durch biotechnologische Kultivierung von ausgewählten Pilzen (Basidomyceten) das Mosterei-Abfallprodukte Apfeltrester ganzheitlich und ökologisch nachhaltig für die Herstellung einer veganen Proteinquelle zur humanen Ernährung verwertet. Aus dem Apfeltrester entsteht durch Verwendung von  biokatalytischen Aufschlüssen ein Wachstumssubstrat für Pilze, die ein essbares und lebensmitteltechnologisch verwertbares Pilzmyzels erzeugen. Für diese hochwertige und vegane Proteinquelle gibt es nach Projektabschluss vielfältige Einsatzmöglichkeiten in der Lebensmittelindustrie. Verbundpartner sind die Food and Pharma Services Anklam (FPS) GmbH jetzt Micromuln GmbH unter Koordinierung der BioResQ, die Lassaner Fruchtsäfte Mosterei Nowack GbR und das Zentrum für Ernährung und Lebensmitteltechnologie (ZELT) gGmbH in Neubrandenburg.

Sonnentau Drosera

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Sonnentau wird seit Jahrhunderten als Heilpflanze zur Behandlung von Atemwegserkrankungen eingesetzt, und äußerlich für die medizinische Hautpflege angewandt. An der Universität Greifswald beschäftigen sich aktuell zwei Projekte mit der vielversprechenden Arznei- und Gesundheitspflanze Sonnentau (Drosera rotundifolia). Das Projekt SoMoMed - Sonnentau und Moltebeere als Medizinalpflanzen in Paludikultur zielt auf die Erforschung einer nachhaltigen Produktion von Sonnentau und Moltebeere (Rubus chamaemorus) auf Torfmoosen in Paludikultur ab. Der Rohstoff-Bedarf an Sonnentau und Moltebeere wird in Europa hauptsächlich aus Wildsammlungen gedeckt, die jedoch als Rohstoffquelle nicht nachhaltig sind und langfristig die natürlichen Bestände gefährden. Nachdem der Anbau von Sonnentau in einem Phytotron (präzise Simulationsmöglichkeit von saisonalen und diurnalen Temperatur-, Licht und Feuchtigkeitsrhythmen im Container) standardisiert geprüft wurde, untersucht eine weitere Arbeitsgruppe jetzt in dem Container die hydroponische Anzucht von Sonnentau. BioResQ plan, mit diesen Arbeitsgruppen der Universität Greifswald weiter zur Medizinalpflanze  Sonnentau zu forschen, unter anderem bei der Anwendung von Drosera bei Candidosen. Darüber hinaus wird Sonnentau als Kosmetikbestandteil im Rahmen des HELIX Projektes baldmöglichst marktgängig gemacht.

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ZwiHanf

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Das ZwiHanf-Projekt untersucht mögliche Lösungen, um Nitrat- und Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft zu reduzieren. Dabei stehen der Einfluss des Anbaus von Hanf als Zwischenfrucht auf den Stickstoffhaushalt im Boden und auf die Emission von Treibhausgasen im Mittelpunkt. Im Forschungsprojekt werden die Stickstoffaufnahme der Hanfpflanzen mittels Hyperspektralmessungen und Biomasse-Erhebungen erfasst und auf konventionell und biologisch bewirtschafteten Flächen Bodenproben in unterschiedlichen Tiefen genommen. Darüber hinaus werden Versuche zur Verträglichkeit und möglicher Reduktion der stoffwechselbedingten Methanemission  von Milchkühen bei Verwendung der  Hanfblättern als Futter durchgeführt.

Der Hanf könnte potenziell Sojaimporte ersetzen, und dadurch Treibhausgasemissionen im doppelten Ansatz reduzieren: beim Sojaanbau selbst und bei der Verminderung der stoffwechselbedingten Methanemission. Projektpartner sind das Leibnitz Forschungsinstitut für Nutztierbiologie Dummerstorf (FBN) , die Hochschule Neubrandenburg und ein regionaler Hanflandwirt. Für die Analyse der Pflanzen- und Bodenproben ist der Projektpartner FPS Anklam GmbH mit Koordination der BioResQ verantwortlich. Das Unternehmen hat dafür eine Methode zum Nachweis von THC aus Hanf entwickelt.

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