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LFA

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Ein wesentlicher Bezug zum Thema Proteine besteht in der Untersuchung der Erzeugung und Nutzung heimischer Eiweißpflanzen für die Landwirtschaft und Tierernährung. Die LFA bearbeitet Fragestellungen zum Anbau, zur Sortenwahl und zur Nutzung von Leguminosen und anderen eiweißreichen Kulturen. Im Fachbereich Acker- und Pflanzenbau wird beispielsweise zur nachhaltigen Erzeugung von Eiweiß sowie zu Lupinen und anderen Leguminosen gearbeitet. 

Ein konkretes aktuelles Arbeitsfeld ist das LeguNet-Projekt. An der LFA werden dabei Versuche zur Nutzung von Lupinen als regionale Proteinquelle in der Tierfütterung durchgeführt. Am Institut für Fischerei wird untersucht, ob Soja im Fischfutter durch Lupinenproteinisolat ersetzt werden kann. Parallel wird am Institut für Tierproduktion der Einsatz von Lupinen in der Bullenmast untersucht. Dabei werden unter anderem Futterzusammensetzung, Aminosäuremuster, Alkaloidgehalte, Tiergesundheit und Mastleistung betrachtet. 

Die LFA verfügt darüber hinaus über langjährige Arbeiten zur Eiweißproduktion mit einheimischen Nutzpflanzen. Bereits in den LFA-Mitteilungen wurde eine Studie zur Eiweißproduktion mit heimischen Nutzpflanzen veröffentlicht; aktuell werden insbesondere Lupinen und weitere Leguminosen in pflanzenbaulichen Versuchen und Sortenprüfungen untersucht. 

Tierernährung und Proteinbewertung

Am Institut für Tierproduktion bilden Fütterung, Futtermittel und Tierernährung einen weiteren proteinbezogenen Forschungsbereich. Die LFA führt unter anderem vergleichende Mischfuttertests für Schweine, Rinder und Geflügel durch und untersucht die Zusammensetzung und Futterqualität verschiedener Futtermittel. Aktuelle Arbeiten umfassen beispielsweise die Bewertung von Milchleistungsfuttern hinsichtlich ihrer Eignung für Rationen mit unterschiedlicher Eiweißversorgung.

Für die Geflügelhaltung wurde 2025 zudem das Thema heimische Eiweiß-Futtermittel untersucht. Dabei wurden Erfahrungen aus der Praxis zur Verwendung regionaler Proteinträger in der Geflügelfütterung vorgestellt.

Proteinquellen in der Aquakultur

Auch die Fischerei und Aquakultur der LFA bearbeiten proteinbezogene Fragestellungen. Im Rahmen des LeguNet-Projektes wird beispielsweise der Einsatz von Lupinenproteinisolat als Ersatz für Sojaprotein in Fischfutter untersucht. Der Versuch am Standort Hohen Wangelin betrachtet damit unmittelbar die Eignung eines heimischen pflanzlichen Proteinträgers für die Aquakultur.

Wissenschaftliche Schwerpunkte

Die proteinbezogenen Aktivitäten der LFA lassen sich insbesondere folgenden Bereichen zuordnen:

Anbau und Sortenprüfung von Eiweißpflanzen, insbesondere Lupinen und andere Leguminosen
Untersuchung der Protein- und Aminosäureversorgung in der Tierernährung
Einsatz heimischer Proteinträger als Alternative zu Sojaextraktionsschrot
Bewertung von Lupinenproteinisolat in der Aquakultur
Untersuchung von Proteinquellen in Rinder-, Schweine- und Geflügelfütterung
Futtermittelanalytik und vergleichende Mischfuttertests
Untersuchung von Futtereffizienz, Tiergesundheit und tierischen Leistungen im Zusammenhang mit der Fütterung
pflanzenbauliche Untersuchungen zur regionalen Eiweißproduktion und zu Leguminosen.

Die Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern (LFA) ist eine anwendungsorientierte Ressortforschungseinrichtung des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Sie arbeitet in den Bereichen Pflanzenproduktion und Betriebswirtschaft, Tierproduktion, Fischerei sowie Gartenbau und unterstützt das zuständige Landesministerium mit wissenschaftlich gewonnenen Erkenntnissen aus Forschungs-, Versuchs- und Modellvorhaben. Die LFA beschäftigt rund 110 Mitarbeitende, darunter etwa 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

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