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Schaugarten und Technikum Poel I Maschinenbau/Verfahrens- und Umwelttechnik I Hochschule Wismar l
I
Der Schaugarten Malchow der Hochschule Wismar befindet sich am Außenstandort der Hochschule auf der Insel Poel und ist Teil der Fakultät für Ingenieurwissenschaften, Bereich Maschinenbau/Verfahrens- und Umwelttechnik. Der Standort verbindet Lehre, Forschung und öffentliche Wissensvermittlung rund um nachwachsende Rohstoffe, Biotechnologie und pflanzliche Inhaltsstoffe.
Auf dem rund 650 m² großen Schaugartengelände werden unterschiedliche Heil-, Färbe-, Energie- und Industriepflanzen sowie weitere botanische Besonderheiten kultiviert. Ein Schwerpunkt liegt auf Pflanzen, die als Quellen für Bioenergie, Zellulose, Öle, Stärke, Proteine und bioaktive Inhaltsstoffe genutzt werden können. Die Pflanzen werden unter anderem in Gewächshäusern und Klimakammern kultiviert und anschließend hinsichtlich ihrer Inhaltsstoffe untersucht.
Der Schaugarten ist eng mit den Labor- und Technikumskapazitäten des Standorts Malchow verbunden. Hier werden pflanzliche Rohstoffe und Inhaltsstoffe wissenschaftlich analysiert und Verfahren zu ihrer Aufbereitung und Extraktion untersucht. Damit dient der Standort als praxisnahes Umfeld für die Ausbildung und Forschung im Bereich Verfahrens- und Umwelttechnik, Biotechnologie und der stofflichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe.
Besonders interessant ist die Einbettung des Schaugartens in ein regionales Forschungsumfeld: In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich die Norddeutsche Pflanzenzucht Hans-Georg Lembke KG sowie eine Außenstelle der Genbank des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK). Dadurch entsteht eine thematische Verbindung von Pflanzenzüchtung, Erhaltung genetischer Ressourcen, Rohstoffforschung und technologischer Nutzung von Kulturpflanzen.
Der Schaugarten ist öffentlich zugänglich und bietet neben seiner Funktion als Forschungs- und Lehrstandort auch einen Einblick in die praktische Arbeit der Hochschule.
Am Standort Insel Poel werden verschiedene Nutz-, Industrie- und Kulturpflanzen hinsichtlich ihrer Eigenschaften, Anbaueignung und Nutzungspotenziale untersucht. Die Arbeiten adressieren die Entwicklung nachhaltiger pflanzenbasierter Rohstoffsysteme und betrachten das Potenzial ausgewählter Pflanzen als Grundlage für zukünftige biobasierte Wertschöpfungsketten. Dabei werden pflanzenbauliche Fragestellungen mit verfahrens- und biotechnologischen Ansätzen verbunden, um neue Nutzungsmöglichkeiten für pflanzliche Biomassen zu erschließen. Im Kontext alternativer Proteinquellen bieten diese Aktivitäten Ansatzpunkte für die Bewertung und Weiterentwicklung pflanzlicher Rohstoffe als nachhaltige Proteinträger für zukünftige Ernährungs- und Bioökonomiesysteme.


